Neue Typklassen in der Kfz-Versicherung

Es gibt viele Faktoren, die die Höhe der Versicherungsbeiträge beeinflussen. Zu den wichtigsten zählen Typklassen der Autos. Jedes Jahr werden neue Typklassen für das nächste Jahr bestimmt. Neue Typklassen werden aufgrund des Risikos festgelegt, das mit bestimmten Automodellen verbunden ist. Über die neuen Typklassen werden Autofahrer schon im Herbst informiert. In der Praxis bedeutet das, dass sie schon im Herbst wissen, ob sie voraussichtlich mehr oder weniger bezahlen werden. Es wurden schon die neuen Typklassen für das Jahr 2020 von dem GDV veröffentlicht.

Neue Typklassen-Einstufungen von dem GDV

Der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) veröffentlicht nicht nur neue Regionalklassen, sondern auch neue Typklassen-Einstufungen. Die Typklassen werden in der obligatorischen Kfz-Haftpflichtversicherung für 4,6 Millionen Fahrzeughalter günstiger und für 6,5 Millionen teurer (höhere Typklassen). Für 29,7 Millionen Autobesitzer in Deutschland ändert sich die Typklasse in 2020 nicht.

Es ist zu betonen, dass diese Veränderungen nicht besonders groß sind. Wenn es schon Veränderungen gibt, ist der Unterschied nicht wesentlich. Für die meisten Automodelle geht die Typklasse im Regelfall um eine Klasse nach oben oder unten. Es gibt natürlich Modelle, bei denen der Unterschied größer ist. Ein gutes Beispiel dafür sind der VW T-Roc 1.5 TSI und der Kia Stonic 1.2 – ihre Typklassem sind vier Klassen nach unten gegangen. In der Praxis bedeutet das, dass ihre Besitzer auf einen niedrigeren Beitrag zählen können. Anders sieht die Situation im Falle von dem Honda Jazz Hybrid 1.4 aus – seine Typklasse ist um drei Klassen nach oben gegangen, was mit höheren Beiträgen gleichgesetzt ist.

Bei der Berechnung der Typklasen in der obligatorischen Kfz-Haftpflichtversicherung werden die Leistungen für geschädigte Unfallgegner in erster Linie in Betracht gezogen. In der fakultativen Kaskoversicherung ist der Wert des Fahrzeugs deutlich wichtiger. Kein Wunder also, dass viele Oberklasse-Modelle und SUV in hohe Typklassen eigestuft wurden. Und Kleinwagen, die auch sehr beliebt sind, sowie ältere Autos werden in den meisten Fällen in eine niedrige Klasse eingestuft.

Es ist zu betonen, dass der GDV rund 30.000 verschiedene Modelle bei der Berechnung von neuen Typklassen berücksichtigt. Die Typklassen werden ganz einfach berechnet. Wenn relativ wenige Schäden und niedrige Reparaturkostenosten mit einem bestimmten Automodell verursacht werden, bekommt das Modell eine niedrige Typklasse, die mit einem niedrigeren Beitrag gleichgesetzt ist. Bei vielen Schäden und hohen Reparaturkosten wird ein Automodell in eine höhere Typklasse eingestuft.

Möchten Sie sich mit den neuen Typklassen aller Automodelle für Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung vertraut machen? Kein Problem! Mehr erfahren Sie auf der Webseite von dem GDV.

Wie werden neue Automodelle eingestuft?

Im Falle von neuen Fahrzeugmodellen lässt sich das Risiko nicht so einfach bestimmen. Es gibt noch keine Schadenbilanzen für die neuesten Automodelle. Wie werden die Typklassen in diesem Falle berechnet? Der GDV zieht u.a. die Schadenerwartung von vergleichbaren Fahrzeugen in Betracht. Darüber hinaus werden auch Informationen aus einem Crashtest in der Vollkaskoversicherung genutzt. Aufgrund dieser Informationen kann der Reparaturaufwand für einen Unfall ermittelt werden.

Was beeinflusst den Beitrag?

Wie schon erwähnt, üben mehrere Faktoren einen Einfluss auf die Höhe der Versicherungsbeiträge aus. Sehr wichtig sind Regionalklassen sowie Typklassen, die jedes Jahr von dem GDV veröffentlicht werden. Allerdings spielen auch individuelle Kriterien eine wichtige Rolle bei der Berechnung des Beitrages. Diese Kriterien können in hohem Grade von dem Versicherten zum Teil selbst beeinflusst werden. Es handelt sich z.B. um: die Höhe der Selbstbeteiligung, ihre Schadenfreiheitsklasse, Ihr Alter, die Kilometerlaufleistung des Fahrzeugs etc.

Was ist es beim Wechsel zu beachten?

Im Herbst bekommen alle Autofahrer von ihren Versicherern eine Information über die Höhe des Beitrages im nächsten Jahr. Sind Sie der Meinung, dass Ihr Beitrag zu hoch ist? Möchten Sie sparen? Kein Problem! Bis zu 30. November haben Sie Recht, ihren bisherigen Versicherungsvertrag zu kündigen. Worauf sollte man beim Wechsel achten? Vergessen Sie nicht, dass nicht nur Preise, sondern auch Leistungen im Falle der Kfz-Versicherung wichtig sind. Bevor Sie einen Tarif wählen, sollten Sie die aktuellsten Angebote mithilfe eines Online-Rechners miteinander vergleichen.