Werkstattbindung – ist diese Option beachtenswert?

Wie kann man seine Versicherungskosten reduzieren? Diese Frage stellen sich sehr viele Autobesitzer. Eine interessante Option stellt eine Werkstattbindung dar, die von allen Versicherern angeboten wird. Es handelt sich um die vertragliche Verpflichtung eines Autobesitzers, sein Fahrzeug in einer vom Versicherungsanbieter festgelegten Partnerwerkstatt reparieren zu lassen. Wer sich für diese Option entscheidet, kann auf günstigere Beiträge zählen.

Werkstattbindung und Vorteile dieser Lösung

Heutzutage entscheiden sich viele Autofahrer für eine Werkstattbindung. Kein Wunder! In vielen Fällen lohnt sich diese Lösung sehr. Man kann nicht nur auf niedrigere Beiträge, sondern auch auf den besten Service zählen. Die Werkstattbindung hat folgende Vorteile:

  • günstigere Beiträge – das ist das wichtigste Argument für diese Option. Die Beiträge können sogar bis zu 20 Prozent günstiger sein, wenn Sie sich für eine Werkstattbindung entscheiden. Die Werkstattbindung stellt eine sinnvolle Option für Fahranfänger dar, die noch nicht von Vergünstigungen aufgrund hoher Schadenfreiheitsklassen profitieren;
  • umfassende Serviceleistungen – alle, die sich für die Teil- oder Vollkaskoversicherung entschieden haben, können auf wirklich umfassende Leistungen zählen. Wenn ein Schaden am Auto entsteht, muss man das seiner Versicherung melden. Das Fahrzeug wird danach durch eine Partnerwerkstatt abgeholt. Nach der Reparatur kann das Auto wieder zurückgebracht werden;
  • professionelle Werkstätte – man darf auch nicht vergessen, dass die meisten Versicherungsunternehmen nur mit professionellen Partnerwerkstätten zusammenarbeiten, die TÜV-geprüft sind. Das ist damit gleichgesetzt, dass man in diesen Werkstätten Leistungen auf dem höchsten Niveau erwarten kann.

Werkstattbindung lohnt sich nicht für jedermann

Es unterliegt keinem Zweifel, dass diese Option viele Vorteile hat. Allerdings lohnt sich die Werkstattbindung nicht im jedem Fall. Es handelt sich um folgende Situationen:

  • viele Fahrzeughalter sind im Stande, kleinere Reparaturen selbst durchzuführen. Außerdem gibt es auch Personen, die eine günstige Autowerkstatt an der Hand haben. In beiden Fällen wäre es besser, auf diese Verpflichtung zu verzichten;
  • wenn man einen Neuwagen hat, sollte man sein Fahrzeug in einer Markenwerkstatt reparieren lassen. Im Falle von Partnerwerkstätten handelt es sich oft um freie Werkstätten, die mit einer bestimmten Marke nicht verbunden sind. Es gibt keine Garantie, dass nur Originalteile bei Reparaturen verbaut werden. Das ist allerdings für die Einhaltung der Herstellergarantie unabdingbar.
  • viele Partnerwerkstätten sind überbelastet. Daher muss man mit relativ lagen Wartezeiten rechnen.

Missachtung der Werkstattbindung und ihre Konsequenzen

KFZ-Versicherung Vergleich
Die Missachtung der Werkstattbindung ist leider mit unangenehmen Konsequenzen verbunden. Wenn es zu einem Kasko-Schadenfall kommt und man sein Fahrzeug trotz Werkstattbindung in eine andere Werkstatt zur Reparatur bringt, muss man mit einer Vertragsstrafe rechnen. Welche Vertragsstrafen kommen in diesem Falle in Frage? In vielen Fällen handelt es sich einfach um eine Beteiligung an den Reparaturkosten. 10-15% Prozent der Kosten muss man selbst tragen. Wenn es sich um einen großen Schaden handelt, ist das schon eine große Ausgabe. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass ein Versicherungsvertrag eine Erhöhung der Selbstbeteiligung vorsieht. Grundsätzlich können die Konsequenzen der Missachtung der Werkstattbindung unterschiedlich sein. Bevor Sie also einen Versicherungsvertrag unterzeichnen, müssen Sie sich mit dieser Unterlage gut vertraut machen.

Werkstattbindung im Falle von Leasingfahrzeugen

Und wie sieht die Situation aus, wenn es sich um Leasingfahrzeuge handelt? In diesem Falle ist eine Werkstattbindung nur selten sinnvoll. Wenn es schon zu einem Kasko-Schadensfall kommt, wurde eine Werkstatt, in der das Auto repariert wird, in der Regel von dem Leasinggeber bestimmt. Oft ist es so, dass nur Werkstätten eines bestimmten Herstellers im Vertrag berücksichtigt wurde. Diese Tatsache lässt sich einfach erklären. Der Leasinggeber möchte einfach die Reparaturkosten reduzieren.

Die richtige Kfz-Haftpflichtversicherung – was ist es zu beachten?

Wenn Sie Ihr Leasingfahrzeug in einer solchen Situation in einer Werkstatt seines Versicherers reparieren lassen, kann das mit einer Vertragsverletzung gegenüber Ihrem Leasinggeber gleichgesetzt sein. Einige Leasinggeber erlauben ein Leasingfahrzeug in einer Partnerwerkstatt der Kfz-Versicherung reparieren zu lassen. Wenn es aber eine solche Klausel in Ihrem Leasingvertrag nicht gibt, sollten Sie mit Ihrem Leasingfahrzeuge eine Werkstattbindung vermeiden.


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